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bei sich bleiben, Bei der Sache bleiben

Aktualisiert: 10. Sept. 2025

Wie wir in schwierigen Gesprächen Haltung bewahren


Schwierige Gespräche sind genau das: schwierig.


Emotionen kochen hoch, der Puls steigt, innere Schutzmechanismen springen an. Vielleicht fühlst du dich angegriffen, unverstanden oder unter Druck gesetzt. Und plötzlich findest du dich in einem völlig anderen Gespräch wieder, das dich mehr erschöpft als klärt.


Wie schaffen wir es in solchen Momenten, nicht abzurutschen, sondern bewusst bei uns und bei der Sache zu bleiben?



Was bedeutet „bei sich bleiben“?

Bei sich zu bleiben heißt, sich nicht in die Dynamik des Gegenübers hineinziehen zu lassen. Es bedeutet, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, aber ihnen nicht unreflektiert das Ruder zu überlassen.


Statt sofort zu reagieren, kannst du innerlich kurz innehalten und dich fragen:

  • Was fühle ich gerade wirklich?

  • Worum geht es mir in diesem Gespräch?

  • Was ist meine Haltung, unabhängig von der Reaktion der anderen Person?



Und was heißt „bei der Sache bleiben“?

Gerade in emotional aufgeladenen Gesprächen schweifen wir schnell ab, in Vorwürfe, alte Themen, Verallgemeinerungen („immer“, „nie“). Bei der Sache zu bleiben bedeutet:


  • Den Fokus zu halten.

  • Beim konkreten Thema zu bleiben.

  • Nicht alles auf einmal klären zu wollen.


Das braucht Achtsamkeit und manchmal auch Mut, einen Streitpunkt bewusst nicht sofort zu klären, um Raum für das Wesentliche zu lassen.



Drei Impulse aus der Mediation

Als Mediatorin erlebe ich immer wieder, wie kraftvoll es ist, wenn Menschen ihre innere Haltung bewusst gestalten. Hier drei Impulse, die dir helfen können, in schwierigen Gesprächen präsent zu bleiben:


1. Atme, bevor du sprichst.


Klingt banal, ist allerdings enorm wirksam. Ein bewusster Atemzug unterbricht den Automatismus. Er schenkt dir einen Moment der Klarheit – und dem Gespräch einen Moment der Entschleunigung.


2. Sprich aus der Ich-Perspektive.


„Ich nehme das so wahr …“,„Ich fühle mich gerade …“,„Ich wünsche mir …“

So bleibst du bei dir und vermeidest Schuldzuweisungen, die dein Gegenüber in die Defensive bringen könnten.


3. Halte die Verbindung.


Auch wenn du anderer Meinung bist, versuche, den Menschen hinter dem Gesagten zu sehen. Was könnte die Person bewegen? Was ist das Bedürfnis hinter der Position?

Verbindung heißt nicht Zustimmung, sondern Respekt und Anerkennung. Und diese sind oft die Tür zur Verständigung.



Fazit

„Bei sich bleiben“ bedeutet nicht, sich abzugrenzen oder unnahbar zu sein. Haltung bewahren heißt nicht, hart zu bleiben.

Im Gegenteil: Es geht um innere Stabilität, um eine Klarheit, die dir erlaubt, gleichzeitig offen, authentisch und respektvoll zu sein.


Gerade in schwierigen Gesprächen ist das eine besondere Fähigkeit, aber auch eine, die du trainieren kannst. Mit jedem Gespräch, jedem Atemzug, jedem bewussten Nein oder mutigen Ja.



Ich heiße alle Menschen aus allen Kulturen und aller Geschlechter

herzlich willkommen!

 

Meine Praxis befindet sich am Stadtrand von Graz, im schönen Mariatrost.

Mariatroster Str. 178, A - 8044 Graz

T     +43 677 617 11335

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