„Dafür bin ich nicht zuständig“ – wenn Verantwortung im Team weitergereicht wird
Diesen Satz hören wir immer wieder. Er klingt zunächst nach einer sachlichen Abgrenzung. Doch häufig steckt mehr dahinter: unklare Rollen, fehlende Wertschätzung oder die Sorge, für Fehler verantwortlich gemacht zu werden.
Wird Verantwortung ständig weitergereicht, beginnt im Team ein gefährliches Spiel. Aufgaben bleiben liegen, Frust wächst und aus Zusammenarbeit wird Zuständigkeits-Pingpong. Dabei liegt das Problem selten bei einer einzelnen Person. Meist fehlt eine gemeinsame Antwort auf drei einfache Fragen:
Wer entscheidet?
Wer führt aus?
Und wer informiert wen?
Im Arbeitsalltag bleibt für diese Klärung oft wenig Raum. Genau hier bietet eine Teamklausur eine wertvolle Chance: fernab des Tagesgeschäfts Rollen überprüfen, Erwartungen offen aussprechen und Verantwortungsbereiche gemeinsam festlegen.
Dabei geht es nicht nur um Organigramme und Aufgabenlisten, sondern auch um Vertrauen: Was brauche ich, um Verantwortung übernehmen zu können? Wo wünsche ich mir Unterstützung? Und was dürfen die anderen verbindlich von mir erwarten?
Eine gute Teamklausur schafft keine starren Grenzen. Sie sorgt für Klarheit und stärkt das gemeinsame Verantwortungsgefühl.
So kann aus „Dafür bin ich nicht zuständig“ ein neuer Satz werden: „Ich kümmere mich darum, dass es geklärt wird.“
