kolleg:innen sind keine Gedankenleser. Konflikte ansprechen lernen
- darijatokalic

- 28. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
„Das müsste sie doch merken.“
„Er sieht doch, dass mich das stört.“
Solche Sätze höre ich häufig.
Die Realität ist: Kolleg:innen sind keine Gedankenleser.
Unerfüllte Erwartungen, unausgesprochene Irritationen und stiller Ärger sind ein häufiger Nährboden für Konflikte im Team. Konflikte entstehen meist gar nicht, weil Menschen rücksichtslos sind. Sondern weil sie nicht wissen, was die andere Person braucht.
Warum Ansprechen schwer fällt
Viele zögern, Konflikte zu benennen, weil sie:
Angst vor Eskalation haben.
niemanden verletzen wollen.
hoffen, dass sich „das schon von selbst klärt“.
Doch Schweigen klärt selten. Es schafft Abstand.
Kommunikationshilfen: So kann Ansprechen gelingen
1. Beobachtung statt Bewertung
Statt:
„Du bist immer unzuverlässig.“
Besser:
„Mir ist aufgefallen, dass die letzten zwei Abgaben später kamen als vereinbart.“
2. Wirkung benennen
„Das hat mich unter Druck gesetzt und verunsichert.“
Gefühle erklären, nicht rechtfertigen.
3. Bedürfnis sichtbar machen
„Mir ist Verlässlichkeit wichtig, damit ich gut planen kann.“
4. Konkrete Bitte formulieren
„Können wir zukünftig früher Bescheid geben, wenn es eng wird?“
Fazit
Konflikte anzusprechen ist kein Angriff, sondern ein Angebot zur Klärung. Wer sagt, was bewegt, übernimmt Verantwortung. Für sich und für die Zusammenarbeit.