Wenn alle funktionieren, allerdings niemand wirklich zusammenarbeitet
- darijatokalic

- 13. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
Auf den ersten Blick läuft alles. Aufgaben werden erledigt, Termine eingehalten, Zuständigkeiten sind verteilt. Niemand fällt aus der Reihe. Und trotzdem entsteht das Gefühl: Dieses Team arbeitet nicht wirklich miteinander.
Genau das ist in vielen Unternehmen schwer zu erkennen. Denn fehlende Zusammenarbeit zeigt sich nicht immer durch offene Konflikte. Oft zeigt sie sich subtiler.
Informationen werden nur weitergegeben, wenn es unbedingt notwendig ist. Jede Person konzentriert sich auf den eigenen Bereich. Entscheidungen werden getroffen, ohne andere einzubeziehen. Unterstützung wird kaum eingefordert oder angeboten. In Meetings werden Aufgaben verteilt, allderdings findet Austausch nicht statt.
Das Team funktioniert zwar, allerdings eher nebeneinander als miteinander.
Problematisch wird das vor allem dann, wenn sich dieses Muster über längere Zeit etabliert. Denn wo Zusammenarbeit fehlt, entstehen leichter Missverständnisse, Doppelarbeit und gegenseitige Erwartungen, von denen die jeweils andere Seite nichts weiß. Gleichzeitig nimmt das Gefühl gemeinsamer Verantwortung ab.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur: „Erledigen alle ihre Aufgaben?“
Sondern auch: „Wie arbeiten wir miteinander?“
Es braucht keinen großen Konflikt, um genauer hinzusehen.
Eine Teamsupervision kann helfen, solche Muster sichtbar zu machen, die Zusammenarbeit gemeinsam zu reflektieren und wieder ein Miteinander zu ermöglichen.