Wenn Führungskräfte Konflikten ausweichen und was das im Team auslöst
- darijatokalic

- 18. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Konflikte gehören zum Führungsalltag. Doch nicht jede Führungskraft spricht sie an. Aus Angst vor Eskalation, aus Harmoniebedürfnis oder Zeitmangel werden Spannungen häufig ignoriert. In der Hoffnung, sie lösen sich von selbst.
Das Problem: Konflikte verschwinden nicht, nur weil man sie vermeidet.
Was Ausweichen im Team bewirkt
Unsicherheiten bleiben ungeklärt
Gerüchte und Lagerbildung entstehen
Mitarbeitende verlieren Vertrauen in Führung
Konflikte verlagern sich „nach unten“ oder eskalieren später
Besonders belastend ist die Botschaft, die dabei mitschwingt: „Probleme werden hier nicht offen geklärt.“
Was stattdessen hilft
Führung heißt nicht, alle Konflikte selbst zu lösen, sondern sie ansprechbar zu machen. Schon ein klares Benennen wirkt entlastend:
„Ich nehme Spannungen wahr und möchte Raum für Klärung schaffen.“
Fazit
Wer Konflikten ausweicht, überlässt ihnen die Führung. Wer hinschaut und Gespräche ermöglicht, stärkt Vertrauen und Zusammenarbeit.
Mediator:innen können Führungskräfte dabei unterstützen, Konflikte frühzeitig zu sortieren, Gespräche zu strukturieren und tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Kurz gesagt:
Konfliktvermeidung kostet mehr, als Konfliktklärung.