Wir reden viel. aber nicht miteinander: Kommunikationsfallen im Team
- darijatokalic

- 25. März
- 1 Min. Lesezeit
In vielen Teams wird ständig gesprochen, geschrieben, abgestimmt und besprochen. Und trotzdem entsteht das Gefühl: Wir reden aneinander vorbei. Es gibt viele Worte, aber wenig Verständigung.
Warum?
Weil Kommunikation nicht nur aus Informationsaustausch besteht. Sie scheitert oft dort, wo unausgesprochene Erwartungen, Rollen, Emotionen oder Zeitdruck mitsprechen.
Typische Kommunikationsfallen im Team sind zum Beispiel:
Annahmen statt Nachfragen („Das war doch klar.“)
Senden statt Zuhören (jeder erklärt, niemand prüft Verstehen)
Konfliktscheu (Spannungen werden übergangen statt angesprochen)
Botschaften zwischen den Zeilen (Andeutungen statt Klartext)
Dauerkommunikation ohne Fokus (viel Austausch, wenig Klärung)
Das Problem ist nicht, dass zu wenig kommuniziert wird, sondern, dass zu wenig miteinander kommuniziert wird.
Aus mediationsorientierter Sicht beginnt Veränderung mit einer einfachen Frage: Reden wir gerade, um zu reagieren oder um zu verstehen?
Teams werden nicht stärker, weil sie mehr Meetings haben. Sie werden stärker, wenn sie lernen, Missverständnisse früh zu klären, Unterschiede auszuhalten und Anliegen so zu formulieren, dass sie besprechbar werden.
Gute Teamkommunikation entsteht dort, wo Menschen nicht nur sprechen, sondern einander tatsächlich erreichen.