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Loslassen lernen – Wenn das Jahr nicht so lief wie geplant


Über Akzeptanz, Vertrauen und den Mut, neu zu beginnen

Der Dezember ist traditionell die Zeit der Rückblicke. Wir schauen, was gelungen ist und was nicht. Doch während Erfolg gern gefeiert wird, fällt es vielen schwer, auf das zu blicken, was nicht so lief wie geplant.


Verpasste Chancen. Ziele, die sich verschoben haben. Beziehungen, die brüchig wurden. Oder einfach: zu wenig Zeit, zu viel Druck, zu hohe Erwartungen.


Und doch liegt genau darin – im ehrlichen Hinschauen, ohne Urteil – die Chance des Loslassens.


Loslassen ist kein Aufgeben

Viele Gründer:innen, Führungskräfte oder engagierte Menschen verwechseln Loslassen mit Schwäche. Mit „Aufgeben“, „sich zufriedengeben“ oder gar „Scheitern“.


Doch Loslassen bedeutet etwas anderes: Es heißt, anzuerkennen, was war, ohne daran festzuhalten. Es heißt, der Realität Raum zu geben, auch wenn sie nicht unserer Vorstellung entspricht.


In der Mediation zeigt sich das oft sehr klar: Ein Konflikt löst sich nicht, wenn jemand Recht bekommt, sondern wenn beide Seiten bereit sind, etwas loszulassen: eine Erwartung, ein Bedürfnis nach Kontrolle, ein Bild davon, wie es hätte sein sollen.


Loslassen ist kein Ende. es ist die Voraussetzung für Entwicklung.

Wenn Erwartungen sich verändern

Das Jahr verläuft selten so, wie wir es planen. Und doch hängen viele von uns an der Idee, es müsste „nach Plan“ laufen. Dabei sind es oft gerade die Umwege, Brüche und unerwarteten Wendungen, die uns lehren, wer wir wirklich sind. Als Menschen und als Teams.


Vielleicht war das Jahr anstrengend. Vielleicht hat es Grenzen gezeigt oder etwas beendet, das lange getragen hat. Dann darf das wehtun und gleichzeitig der Anfang von etwas Neuem sein.



Loslassen braucht Bewusstheit

Loslassen ist kein einmaliger Akt, sondern ein Prozess. Er beginnt mit Bewusstheit:

  • Was will ich eigentlich festhalten und warum?

  • Was wäre, wenn ich es losließe?

  • Was entsteht, wenn ich Raum mache für Neues?


In Gründerteams oder Organisationen bedeutet Loslassen oft, sich von alten Strukturen, Erwartungen oder Erfolgsbildern zu trennen, um Platz zu schaffen für das, was wirklich relevant ist.

Manchmal ist Loslassen nicht das Ende einer Idee, sondern der Beginn einer ehrlicheren Version davon.



Rituale des Loslassens

Gerade zum Jahresende kann es heilsam sein, bewusst loszulassen, nicht nur im Kopf, sondern auch symbolisch.


Ein paar einfache Impulse:

1. Das Unfertige würdigen. Nicht alles, was offen blieb, war umsonst. Manches braucht einfach mehr Zeit, mehr Reife, mehr Ruhe.


2. Ein Loslass-Brie. Schreib auf, was du in diesem Jahr hinter dir lassen möchtest: Enttäuschungen, alte Vorstellungen, Stress. Und dann: lies es laut vor, zerreiß es, verbrenn es, leg es ab.


3. Im Team: „Was darf gehen, was darf bleiben?“ Eine bewusste Reflexionsrunde schafft emotionale Entlastung und neuen Fokus fürs kommende Jahr.


Mediation als Raum des Loslassens

In der Mediation ist Loslassen oft der Wendepunkt. Wenn Menschen begreifen, dass Veränderung nicht gegen sie, sondern für sie geschieht. Dass Klarheit erst dann entsteht, wenn man aufhört, etwas festzuhalten, das nicht mehr trägt.


Diese Erkenntnis braucht Stille, Vertrauen und manchmal eine Begleitung. Denn Loslassen heißt auch: Kontrolle abgeben. Und das fällt uns Menschen selten leicht.



Fazit

Ein Jahr, das nicht so lief wie geplant, ist kein verlorenes Jahr. Es ist ein ehrlicheres Jahr. Eines, das zeigt, was uns wirklich wichtig ist und was wir nicht mehr brauchen.

Loslassen ist kein Rückzug. Es ist ein Akt der Selbstfürsorge. Ein Schritt nach innen. damit Neues wachsen kann.

Und vielleicht ist genau das die leise Einladung dieser Zeit: nicht alles zu Ende zu bringen,sondern in Frieden zu kommen mit dem, was war.

Ich heiße alle Menschen aus allen Kulturen und aller Geschlechter

herzlich willkommen!

 

Meine Praxis befindet sich am Stadtrand von Graz, im schönen Mariatrost.

Mariatroster Str. 178, A - 8044 Graz

T     +43 677 617 11335

M    office@mediation-tokalic.at

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